Der gnadenlose Auswanderer gibt Gas
8. Juli 2010 | Von Sam Gruber | Kategorie: Artikel SamuiWie Vox-Fernsehstar Frank Knöttgen auf Samui lebt und arbeitet

Das neue Auswanderer-Lokal von Frank Knöttgen und Günther Kohn an Lamais Beachroad, direkt am Eingang der Soi Samui Moon. Eröffnung ist am WM-Endspieltag.
(FA14/2010) Auf Wiedersehen Deutschland, willkommen auf Koh Samui. Frank Knöttgen ist einer der Stars der Auswanderer-Serie „Good bye Deutschland“. Sein neues Leben auf Koh Samui hat der 47-Jährige bei Vox-TV in zehn Folgen inszeniert und zelebriert. Keiner weiß die Medien so gnadenlos einzuspannen wie der Mann aus Leverkusen. Der Erfolg gibt ihm bisher Recht. Wo Frank Knöttgen hinlangt, wächst meistens Gras. Sein brachialer Kurs hat ihm in der neuen Heimat allerdings nicht nur Sympathien eingebracht…
Das Lieblingstempo von Auswanderer Frank ist Vollgas. Er betreibt auf Samui eine erfolgreiche Agentur zur Vermittlung von Ferienhäusern und Hotels. Wenn der Luxusdampfer AIDA vor der Insel in Nathon anlegt, steht Knöttgen mit einem Abholschild gewappnet am Pier und bietet den bis zu 1000 Landgängern Inseltouren an. Außerdem betreibt er noch seine eigene, mittlerweile fertig gestellte Urlaubspension „Seaview Inn Paradise“ an seinem Privatwohnsitz in den Bergen über Lamai. Ein ausgefülltes Tagesprogramm für einen Neuunternehmer in Thailand? Nicht, wenn er vom Sternzeichen her Skorpion ist und einen Tatendurst besitzt wie Frank.
Fürs Fernsehen noch einmal geheiratet
Im selbst erbauten Prachthaus mit Blick über die Bucht von Hua Thanon und Lamai residiert der Tausendsassa mit seiner Familie. Ehefrau Ina (38) gibt – soweit das bei Frank Knöttgen geht – den ruhenden Pol ab. Töchterchen Julie (2) verstreut einstweilen ihr Spielzeug über den Wohnzimmerboden. Und Papa Frank hängt wieder einmal am Telefon. Vox, RTL, RTL, Vox.
Seine Kontakte sind gut, weil Frank Knöttgen die Fernsehmacher verstanden hat und stetig neue Themen anbietet. Er hasst Langeweile und Langweiler. Mister 4711 verströmt seine Duftmarke, und die heißt Medienecho um jeden Preis. Wer im Internet seinen Namen eingibt wird fündig. Schnell. Eben hat ihn Lisa Fitz um Hilfe bei der Haussuche auf Koh Samui gebeten. Die bayerische Rocksängerin passt als Prominente bestens ins Portfolio von Frank Knöttgen.
Durch seine Umtriebigkeit ist er auch nach drei Jahren Auswandererserie „Good bye Deutschland“ immer eine weitere Vox-Geschichte wert. Ob er 2009 zum zweiten Mal nach 2003 medienträchtig seine Frau Ina heiratet, natürlich buddhistisch und in traumhafte Strandkulisse eingebettet, oder ein neues Projekt aus dem Hut zaubert. „Reite die Welle, solange sie wogt“, sagt Frank Knöttgen und grinst. Natürlich weiß er um die Werbewirksamkeit seiner Fernsehauftritte und sorgt dafür, dass die Welle nicht abebbt.
Ein Restaurant im Zentrum von Lamai
Der Erfolg der weiteren Samui-Auswanderer aus der Serie „Good bye Deutschland“, in Maenams Hot Stone Park, hat bei Frank eine neuerliche Initialzündung bewirkt. „Was die können, kann ich auch“, dachte er sich. Hania und Matthias Bück betreiben in Maenam seit 18 Monaten mit Geschick und Fleiß ihr kleines, aber feines Restaurant „Bamboo“ (DER FARANG berichtete). Frank zieht nach. Er suchte sich einen Partner, ein geeignetes Objekt in Lamais Zentrum und setzte das Projekt in Rekordzeit um. Die Eröffnung wird am 11. Juli sein. Zum Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft.
Nicht kleckern, sondern klotzen, heißt die Devise. Ein riesiges Werbeschild weist am neuen Lokal auf die zielgenaue Ausrichtung hin: „Good bye Deutschland, die Auswanderer“, prangt es auf vorbei spazierende Touristen herunter. Jeder weiß, wer hier logiert und mit welcher Werbepauke die Gäste angetrommelt werden.
In der Küche steht der Profi vom 99er
Das Gesamtkonzept erscheint durchaus professionell. Mit Günther Kohn (48) wird ein Mann die kulinarische Regie übernehmen, der in Lamai seit mehr als einem Jahrzehnt einen Namen für ein ehemals eigenes Konzept erkochte: Das „99er“, ein deutsches Restaurant im Kantinestil, das für erstaunliche 99 Baht ein volles Menü für Auswanderer angeboten hatte.
Der Münchner Günther Kohn lebt seit 12 Jahren auf Koh Samui. Er ist der Pragmatiker in der neuen, ungleichen Partnerschaft. Frank wird fürs Trommeln zuständig sein und Günther fürs Kochen. Dass sich der ansonsten konservativ wirtschaftende 99er-Wirt ausgerechnet mit Frank Knöttgen in ein so großes, fast waghalsiges Gastronomieunternehmen stürzt, verblüffte die deutschsprachige Welt in Lamai.
Nun warten alle mit Spannung auf die offizielle Eröffnungsfeier am WM-Endspieltag. Und noch mehr auf das, was danach kommt. Am Niveau der Küche und des Lokals wird kaum gezweifelt. Dazu ist Günther Kohn ein zu alter Hase im Geschäft. Der so anders gesetzte, gewollt grelle Farbtupfer in Lamais Kneipenszene bietet hingegen Stoff für angeregte Diskussionen. Das ist schon mal ein guter Start für Menschen, die Langeweile und Langweiler nicht mögen.
Sam Gruber









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Lieber Sam,
auch ich schätze in der beschaulichen Schweiz die Vielfalt der Gastronomie. Aber mein bevorzugter Kebab-Verkäufer produziert sich nicht im türkischen Fernsehen, ebensowenig mein Pizzaiolo um die Ecke im Italienischen.
Auch ich koste bei meinen Aufenthalten in Thailand zwischendurch europäische Küche, Trinke mein Bier bei Udo in Chiang Mai, oder speise des Abends bei Bruno in Hua Hin. Aber auch diese Gastronomen verzichten auf Fernsehwerbung in der Heimat, beide haben Ihre Stammkundschaft mit Ihrer Gastfreundschaft und mit Ihren thailandischen Angestellten erarbeitet.
…überlasst die Küche und Gastronomie den Thais, alles andere gibts in Europa auch… Kommentar von Roman. Lieber Roman. Dann überlassen wir die Gastronomie in Deutschland den Deutschen, in Italien den Italienern und in Griechenland den Griechen. Problem gelöst? Glaube ich nicht. Jede Küche lebt von der Vielfalt und auch davon, dass jeder nach seinem Geschmack essen geht. Wenn man nun alle Europäischen Köche aus Thailand verbannen würde, wäre das Problem auch nicht gelöst. Ich esse sehr gerne Thai. Aber nicht sieben Tage in der Woche und 365 Tage im Jahr. Deshalb bin ich froh,wenn ich bei Günther auch mal einen Schweinsbraten mit Knödeln essen kann. Samui nur deshalb zu meiden, halte ich für überzogen. Es ist mit Khao Pat, Redcurry und/oder Schweinebraten eine schöne Insel. Kannst es selbst ausprobieren und hast dabei sicher auch freie Wahl beim Essen. Sam
Da fehlen nur noch Ködel auf der Speisekarte, ein Grund mehr Samui zu meiden. Ich will in Thailand Urlaub machen, bei solchen Angeboten muss ich nicht 12 Std. im Flugzeug sitzen, da kann ich über die Grenze nach Deutschland………….also überlasst die Küche und die Gastronomie den Thais, alles andere gibt’s in Europa auch……
[...] und Günther Kohn der für die Küche zuständig ist. Weitere Infos gibts beim Farang Magazin AKPC_IDS += [...]