Strom sparen
4. Januar 2008 | Von Redaktion FA | Kategorie: Oskar(FA 01/2008) Oskar hat mit Verwunderung zur Kenntnis genommen, dass im Industriegebiet Map Ta Phut bei Rayong ein neues Kohlekraftwerk errichtet wird. Ausgerechnet in einem Gewerbegebiet, das durch unverantwortlich hohe Luft- und Wasserverschmutzung Schlagzeilen macht. Zehntausende um ihre Gesundheit besorgte Anlieger kämpfen gegen die fortschreitende Umweltzerstörung, vor allem durch Betriebe der Petrochemie.
Regierung und Stromerzeuger sind sich einig. Sie wollen den Einsatz der teuren Primärenergien Rohöl und Gas erheblich reduzieren. Deshalb sieht der 15-Jahres-Plan für die Stromgewinnung den Bau weiterer Kohlekraftwerke und langfristig die Errichtung von Kernkraftwerken vor.
Nach einer Studie der Vereinten Nationen über den Klimawandel zählt Thailand bereits zu den Ländern mit einem hohen Ausstoss an Kohlendioxid. Mit einer jährlichen Emission von 4,2 Tonnen liegt das Königreich auf der Liste der 30 Länder mit dem höchsten CO2-Ausstoss auf Platz 22. Kohlekraftwerke produzieren reichlich Kohlendioxid, das massgeblich zum Treibhauseffekt und damit zur globalen Erwärmung beiträgt.
Oskar sagt zu Kernkraftwerken: Nein danke! Sie produzieren zwar weitestgehend „sauberen“ Strom, sind aber störanfällig. Wartungsfehler und technische Mängel können zu einem GAU wie 1986 in Tschernobyl führen, also zum grössten anzunehmenden Unfall.
Warum nutzt die Energiewirtschaft nicht natürliche Ressourcen wie Wind und Sonne? Vollmundige Erklärungen der Politiker für den stärkeren Einsatz erneuerbarer Energien haben bislang wenig gebracht. Für Windkraft und Solartechnik greift nach wie vor kein fundiertes Förderungsprogramm.
Oskar fragt: Warum trägt die Regierung nicht durch strengere Standards und eine bessere Verbrauchskennzeichnung von Elektrogeräten zu einer effizienteren Energienutzung bei? Bis heute liefen alle Strom-Sparmodelle nach wenigen Monaten aus.
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