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Kurz gefragt: Esther Lehmann

18. Januar 2008 | Von | Kategorie: Kurz gefragt
Kurz gefragt

Kurz gefragt

(FA02/2008) Esther Lehmann ist 42 Jahre alt und lebt seit bald fünf Jahren in Bangkok. Seit 2003 unterrichtet sie als Primarlehrerin an der Schweizer Schule Bangkok. Bald einmal hat sie den Kontakt zur SSB aufgenommen und arbeitet heute aktiv als Vizepräsidentin im Komitee mit. Anfang des letzten Jahres hat sich das Komitee erstmals mit der Gründung einer neuen Hilfsorganisation „Swiss Support Swiss“ befasst. Insgesamt fünf Mitglieder haben sich spontan bereit erklärt, den Aufbau der Organisation zu planen, wobei sie die Projektleitung übernommen hat.

DER FARANG
: Bitte stellen Sie uns kurz die weiteren Mitarbeiter vor:

Esther Lehmann
: Es sind dies Susy Dürig, Niki Geissbühler, Thomas Gerber und Urs Meyer. Herr Geissbühler lebt in Pattaya, und alle anderen Mitarbeiter sind in Bangkok zu Hause. Alle Mitarbeiter leben ebenfalls schon länger in Thailand und besitzen dank ihren eigenen Erfahrungen in verschiedenen Bereichen ein wertvolles Know-how, welches sicherlich unserer Arbeit und somit den Hilfesuchenden zugute kommt.

DER FARANG
: In Ausgabe 24/2007 hat der FARANG ein Kurzportrait über die SSS-Hilfsorganisation veröffentlicht. An dieser Stelle möchten wir nochmal den Zweck und Sinn der Organisation erläutern.

Esther Lehmann
: Die neu gegründete Hilfsorganisation bietet unentgeltlich Dienstleistungen an, welche von anderen Organisationen nicht angeboten werden Die Anlaufstelle bietet in erster Linie Beratung und vermittelt fachkompetente Kontakte und Adressen. Der Support liegt darin, Menschen beratend zu unterstützen und in ihren Unsicherheiten und Nöten als Gesprächspartner zu begleiten.

DER FARANG: Können Sie uns Ihre Hilfe- und Beratungspalette aufzählen?

Esther Lehmann: Die Palette kann sehr breit und unterschiedlich sein. Überall, wo Rat gefragt ist, versuchen wir weiter zu helfen. Menschen, die in Not geraten sind oder in persönlichen Belangen Unterstützung suchen, können sich an uns wenden.

DER FARANG: Was hat sich seither getan bei dem SSS-Verein seit der Gründung vor ungefähr einem Jahr?

Esther Lehmann
: Unsere Aufgabe bestand im Anfang darin, ein sicheres Konzept zu erstellen, welches die wichtigsten Inhalte (Ziele, Aufgaben, Organisation, Auftreten etc.) festhalten soll. Im Dezember 07 ist der Verein aktiv ins Leben gerufen worden und wird bereits von Ratsuchenden kontaktiert. Durch die Publikationen erhalten wir viele positive Rückmeldungen und Unterstützungsangebote, welche uns nicht nur sehr erfreuen, sondern uns in unserem Engagement bestätigen.

DER FARANG
: Wie hat sich der Ausbau mit der Botschaft und anderen Organisationen entwickelt?

Esther Lehmann: Wir verstehen uns in unserer Arbeit als Partner – daher liegt es sehr nahe, dass eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Schweizer Botschaft in Bangkok und auch mit anderen, verschiedenen Organisationen gepflegt werden soll. In diesem Sinne sind wir daran, ein Netzwerk aufzubauen, welches später in ganz Thailand Unterstützung bieten soll.

DER FARANG: Wo oder von wem könnten Sie oder die SSS-Organisation noch Unterstützung (Netzwerkaufbau) brauchen?

Esther Lehmann: Wir werden versuchen, andere (Schweizer) Organisationen in ganz Thailand zu kontaktieren und sie für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Wie gesagt, das Netzwerk „Swiss Support Swiss“ soll bald einmal das ganze Land abdecken, so dass alle Schweizerinnen und Schweizer in ihrer näheren Umgebung direkte Ansprechpartner finden können.

DER FARANG
: Können auch nicht immatrikulierte Schweizer von Ihnen Unterstützung anfordern?

Esther Lehmann: Wir beraten und leisten Unterstützung wo Bedarf ist, auch wenn wir uns in erster Linie als Kontaktstelle für Schweizerinnen und Schweizer in Thailand lebend sehen. Es ist uns ein Anliegen, unsere Ressourcen den Anliegen der sich hier niedergelassenen Landsleute zur Verfügung zu stellen, würden uns aber selbstverständlich auch nicht immatrikulierter Schweizer annehmen, sollten entsprechende Kontakte aufgenommen werden.

DER FARANG: Was unterscheidet die Schweizer SSS-Hilfsorganisation vom Deutschen Hilfsverein Thailand e.V.?

Esther Lehmann: Ich möchte zwei Schwerpunkte erwähnen, welche uns in der Arbeit vom Deutschen Hilfsverein unterscheiden. Einer der Unterschiede besteht darin, dass wir, im Gegensatz zum Deutschen Hilfsverein, keine finanziellen Unterstützungen leisten, da wir kein Sponsoring betreiben möchten. Weiter ist zu sagen, dass in unserer Organisation die Schweizer Botschaft im Vergleich zum Deutschen Verein zwar nicht aktiv vertreten ist, dennoch stehen wir selbstverständlich in Kontakt und sehen uns als gegenseitige Ergänzung in unserer Arbeit.

DER FARANG
: Wie kann man SSS am besten erreichen?

Esther Lehmann: Der Support-Dienst ist am besten per E-Mail zu erreichen unter sssbkk@gmx.ch, und wer noch nicht mit dem Internet-Nirwana verbunden ist, kann dies auch telefonisch tun unter: 085-847.6176. Demnächst werden wir ebenfalls auf der Homepage der SSB (www.ssb.or.th) mit unseren wichtigsten Informationen und Kontaktmöglichkeiten auftreten.

DER FARANG: Wie sieht die Zusammenarbeit mit der Schweizer Botschaft im Konkreten aus?

Esther Lehmann
: Mir ist wichtig festzuhalten, dass wir uns als Ergänzung zu den Aufgaben der Schweizer Botschaft sehen, welche weiterhin im Kompetenzbereich der Schweizer Botschaft bleiben und von der neuen Hilfsorganisation nicht tangiert werden. Wir sind an einer konstruktiven Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung interessiert.

DER FARANG
: Was wünschen Sie sich und die SSS-Organisation für die Zukunft?


logoEsther Lehmann
: Ich wünsche mir, dass wir den Menschen wie bis anhin in ihren Belangen weiterhelfen und auf ausschliesslich erfolgreiche Dienstleistungen zurückblicken können. Weiterhin hoffe ich auf fortwährende Unterstützung und Akzeptanz unserer Organisation.

DER FARANG
: Besten Dank, Ihnen Frau Esther Lehmann, für das informative Gespräch mit dem FARANG.

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